Kanadische Generalgouverneurin kurbelt Robbenfleischkonsum an

Am 27. Mai 2009 hat die Kanadische Generalgouverneurin Michaelle Jean als Protest gegen das EU Handelsverbot mit Robbenprodukten aus der kanadischen Robbenjagd vor laufender Kamera ein rohes Robbenherz gegessen.

Sie schnitt bei einer Zeremonie in Nunavut, dem arktischen Territorium von Kanadas Inuits, das Herz eigenhändig aus dem Leib einer geschlachteten Robbe und ass eine Scheibe davon.

Ihre Solidarität mit den traditionellen Robbenfängern drückte sie auch durch ihre Kleidung aus. Sie liess sich in einer Jacke mit reichem Besatz aus weissem Robbenpelz fotografieren.

Dabei sind die Robbenfelle der Inuits ausdrücklich vom EU Importverbot ausgenommen. Betroffen sind die kommerziellen Fischer in den Provinzen New Brunswick, Newfoundland und Labrador entlang der Atlantikküste, welche die Robbenjagd als Zubrot zur FIscherei betreiben.

Seither hat die Nachfrage nach Robbenfleisch zugenommen. In Montreal haben das Restaurant “Au 5eme peche” und das Restaurant “Les îles en vile” neu Robbenfleisch auf der Speisekarte. Scheinbar wollen viele Gäste nun auch Robbenherz kosten.

Die Restaurants erhielten eine Flut von Protestmails vor allem aus Frankreich und Belgien.

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