Der Südafrikanische Seebär (Arctocephalus pusillus) wird in grosser Zahl in Namibia gejagt. Zu Beginn der Saison wird zunächst Jagd auf die Jungtiere gemacht. Diese werden vom Wasser weg in Gruppen zusammen getrieben, um anschliessend mit Holzknüppeln erschlagen zu werden.
Im Verlauf der Saison wird die Jagd auf die Bullen ausgedehnt. Die mindestens dreijährigen Männchen werden mit Kopfschüssen erlegt. Seit dem Jahr 2000 beläuft sich die Quote für Jungtiere auf 50’000-85’000 und die der Bullen auf 3’500-5’300 (EFSA 2007).
Für die Jagd werden Einheimische eingestellt. Es gibt aber auch kommerzielle Unternehmen, die Trophäenjägern die Jagd auf Seebärenbullen anbieten.
Die Robbenjagd in Namibia ist nicht minder grausam als diejenige in Kanda.
In Südafrika wurde die Jagd auf den Südafrikanischen Seebär im 1990 offiziell eingestellt. Fischer, die ihren Fang von Robben bedroht sehen, dürfen die Tiere schiessen. Auch werden vor allem in der Nähe von Vogelschutzgebieten „Problem Seebären“ gezielt erlegt, da sie stark bedrohte Vogelarten dezimieren sollen, indem sie auf die flugunsicheren Jungvögel warten und sie bei einer Notlandung im Wasser fressen würden.
Schlagworte: Robbenjagd in Namibia