Islands neue Regierung hatte Anfangs Signale für ein Ende der Waljagd gegeben. Der Inselstaat steht nun aber im Zentrum der Kritik von OceanCare und anderen Walschutzorganisationen.Während in dieser Fangsaison in Island wurde seit 20 Jahren die höchste Anzahl der stark gefährdeten Finnwale getötet. Neben den 93 Finnwalen wurden auch 63 Zwergwale getötet. Die mehr als 2000 Tonnen Walfleisch können gar nicht durch die Isländische Bevölkerung verzehrt werden, denn dazu sind die Nachfrage und die Isländische Bevölkerung zu klein. Es liegt auf der Hand, dass Islands Walfänger euf den Export der Walfleischprodukte nach Japan setzen, obwohl dort die Nachfrage in den letzten 20 Jahren ebenfalls stark rückläufig ist.
Island missachtet das seit 1986 in Kraft befindliche Verbot des kommerziellen Walfangs durch die Internationale Walfangkommission (IWC) und ignoriert auch das Handelsverbot mit Walprodukten des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES. Darunter leiden besonders die isländischen Walbeobachtungsunternehmen – Triebfeder des Tourismus auf dem Inselstaat.
Bleibt zu hoffen dass die verbotenen Walfangaktivitäten Island die Verhandlungsmöglichkeiten für einen EU-Beitritt derart erschweren, dass das Land zur Vernunft kommen und den Walfang wieder einstellen muss.
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