Zwischen Donnerstag, den 10.12.09 und Freitagvormittag 11.12.09 sind an einem Strand der Gargano Halbinsel in der Nähe Focevarano, Apulien sieben Pottwale gestrandet. Die Tiere, darunter mehrere Bullen, sind am Strand auf einer Länge von 6 kilometern verteilt gestrandet. Fünf Tiere sind bereits verendet, zwei Wale sind nach Angaben der Tierschützer vor Ort nicht zu retten. Unbestätigten Meldungen zufolge konnten zwei weitere Tiere dazu bewegt werden, wieder aufs Meer hinaus zu schwimmen.
Die gestrandeten Tiere hatten eine Grösse von neun bis zwölf Metern. Sie würden sich unter normalen Umständen der italienischen Küste nicht nähern. Der Grund für die tragische Verirrung der grossen Meeressäuger ist unklar. Meteorologische Gründe können als Ursache ausgeschlossen werden. Ob Unterwasserlärm - zum Beispiel von Militärsonartests oder Seismischen Untersuchungen – zur Strandung beigetragen hat, werden die Untersuchungen von Blut- und Gewebeproben ergeben. Experten aus Padua, Siena und Las Palmas sind vor Ort, um Nekropsien durchzuführen.
Das traurige Ereignis in diesem grossen Ausmass ist in Italien eine Seltenheit. Es sind nur zwei Strandungen bekannt. Bei einer Strandung 1734 bei Mazzaro del Vallo kamen 16 Tiere zu Tode und 1853 starben 6 Tiere bei einer Strandung in der Nähe von Cittanova d’Istria.
Bilder der Massenstrandung, die am am Samstag, 12.12.09 zwischen 10h45 und 13h45 gemacht wurden können hier gesehen werden.
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Schlagworte: Pottwal Strandung in Apulien