Stille Nacht auch für Wildtiere

Der vom Menschen gemachte Zivilisationslärm wird zu einer immer grösseren Bedrohung für die Wildtiere, denn er beeinträchtigt ihre Kommunikation und damit ihre Reproduktion und den Beutefang.Wissenschaftler sind der Ansicht, dass die allgegenwärtige Lärmbelastung zur Bedrohung der Biologischen Artenvielfalt werden kann. Dabei handelt es sich um ein globales Problem. Sogar Tiere in Nationalparks in den USA sind einem chronishen Lärmpegel ausgesetzt. Auch die Tiere leben in geschützten Nationalparks in den USA werden zu chronischen Lärmpegel ausgesetzt, wie im Buch “One square inch of Silence” nachzulesen ist.

In einem Artikel in der Zeitschrift “Trends in Ecology and Evolution” legen die Wissenschaftler Jesse R. Barber, Kevin R: Crooks und Kurt M. Fristrup detailliert dar, wie sich der chronische Lärm auf die terrestrischen Tiere auswirkt.

Doch nicht nur terrestrische Tiere leiden unter der Lärmbelastung; auch Meerestiere sind davon sehr betroffen.

Für das Menschliche Ohr sind die Ozeane zwar still. Doch unsere Sinne täuschen uns. Die Meere sind nämlich sehr laut. Neben den natürlichen Geräuschquellen in den Meeren nimmt der von Menschen gemachte Lärm von Schiffsmotoren, Sonar- und Seismischen Tests, Unterwasserexplosionen und vielem mehr stetig zu. Sehr problematisch sind niederfrequenten Töne, weil diese sich im Wasser sehr schnell und weit verbreiten. In den letzten Sechzig Jahren hat sich der Unterwasserlärm jedes Jahrzehnt verdoppelt. Es ist wichtig, dass der Unterwasserlärm reguliert und reduziert wird. Hier braucht es noch viel Überzeugungsarbeit, denn kommen Umweltschäden in den Meeren zur Sprache geht es immer in erster Linie um Überfischung, Ölverschmuztung, Plastik und Klimaveränderungen.  OceanCare setzt sich dafür ein, dass die Unterwasserlärmverschmutzung in allen relevanten Gremien zum Thema wird und dies mit dem Ziel, dass lärmintensive Aktivitäten bewilligungspflichtig werden.

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