Von Piraten und Fischbeständen …

Nicht nur Frachter und Kreuzfahrtschiffe, sondern auch Trawler der internationelen Hochseefischfangflotte drohen bei einem Abstecher in die Gewässer am Horn von Afrika ins Visier der somalischen Piraten zu geraten. Mit dem Unterschied, dass Letztere hier meist illegal auf Fischfang gehen und deshalb kaum den Schutz der patrouillierenden EU-Kriegsschiffe zählen können.

Dies hat zur Folge, dass seit dem Boom der Piraterie kaum noch ein Hochseefischer seine Netze vor den Küsten Somalias und dem angrenzenden Kenia auswirft. Die Fischbestände haben sich deshalb in den letzten Jahren erholt. Für die lokalen Fischer, die in der Vergangenheit das Nachsehen gegenüber ihren besser ausgerüsteten ausländischen Konkurrenten hatten, bedeutet der neue Reichtum ihrer Fischgründe steigende Einnahmen.

So schliesst sich ein Kreis: War es doch die soziale Misere, ausgelöst durch die Überfischung durch ausländische Trawler, welche viele Fischer zur Piraterie zwang.

Quelle: Die Nordostschweiz/ldc

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