Werden wild gefangene Delphine rehabilitert?

Internationale Delfinhändler machten sich in den letzten 10 Jahren die instabile politische Situation auf den Salomonen-Inseln im Pazifik zunutze und führten grosse Delphin-Fangaktionen durch. Im Jahr 2003 wurden bei einer einzigen Aktion mehr als 200 Delphine gefangen.

Nach der brutalen Fangaktion wurden die meisten dieser Tiere mit völlig ungeeigneten Methoden über grosse Strecken transportiert und anschliessend in viel zu kleinen, teilweise kaum 1m tiefen Bassins zusammengepfercht. Auch die Beschaffung von Nahrung für so viele Tiere zeigte sich problematisch. Teilweise wurde mit Dynamit gefischt, um den immensen Bedarf der Delphine zu decken. Die Recherchen von internationalen Tierschutzorganisationen haben ergeben, dass die Tiere an ausländische Delphinarien verkauft werden sollen.

Nach Bekanntwerden dieser unglaublichen Vorgänge, die möglicherweise den ganzen lokalen Delphinbestand gefährden, hat sich OceanCare gemeinsam mit vielen international tätigen Tierschutzorganisationen für den sofortigen Stop der Fangaktion und die Freilassung aller Delfine eingesetzt. Leider gelang es nicht, die Regierung der von ethnischen und politischen Unruhen geschüttelten Pazifikrepublik zum Einschreiten zu bewegen.

Nun lenkt der für die Wildfänge verantwortliche Delphinhändler Chris Porter ein und will 17 Delphine wieder auswildern. Ob es sich hier um eine Aktion für positive Publicity handelt oder um ein wirkliches Einlenken und definitives Aufgeben von Wildfängen muss sich erst noch zeigen.

Pikantes Detail: Der Delphinfänger bat Tier- und Umweltschutzorganisationen um Hilfe, such bei der Finanzierung der hohen Auswilderungskosten.

Weiter zum Interview mit Ric O’Barry in Radio Australia!

Schlagworte: , ,

Kommentieren