An der internationalen Jahrestagung der Seafood Choice Alliance Anfangs Februar 2010 trafen sich Vertreter der Fischerei, politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler, Journalisten und Umweltschützer um über das Thema Nachhaltigkeit der Meeresprodukte und Herausforderungen für den Fischfang und die Fischzucht zu diskutieren. Eröffnet wurde die Konferenz von Dr. Daniel Pauly, Universität Britisch Kolumbien mit einer Definition von Nachhaltigkeit. Aus seiner Sicht muss Nachhaltigkeit in der Fischerei bedeuten, diese so durchzuführen, dass sie immer Bestand hat.
In Pauly’s Vision von einer nachhaltigen Zukunft der Nahrung aus dem Meer, spielt die Küstenfischerei eine entscheidende Rolle, besonders im Hinblick auf das Ende von billigem Treibstoff im zwanzigsten Jahrhundert. Aus seiner Sicht werden in Zukunft die grossen Industriefischer mit den Treibstoffintensiven Trawlern weit weniger dominant sein.
Ein wichtiger Faktor in Sachen Nachhaltigkeit ist die Klimaerwärmung, die einen grossen Einfluss auf die Biomasse in den Ozeanen haben wird. Fische sind Kaltblüter und können ihre Körpertemperatur nicht regeln. Sie müssen aus Gebieten mit zu warmem Wasser abwandern. Wenn die Gewässererwärmung weiter zunimmt, werden Fischarten lokal aussterben, die Arktische Fauna wird verschwinden und Tiere aus gemässigten Zonen werden sich dort ansiedeln, weil sie aus zu warmen in kühlere Gewässer fliehen.
Pauly schätzt, dass sich das Fangpotential in den nächsten 50 Jahren stark verändern wird. Alaska, Norwegen und Grönland werden zu den “Gewinnern” gehören, während Indonesien, Chile und Brasilien unter den Verlierern wären.
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Mare Artikel pro und contra nachhaltiges Fischen
Schlagworte: Daniel Pauly, Definition von Nachhaltigkeit, Nahrung aus dem Meer, Seafood Summit