In wenigen Tagen beginnt die Robbenjagd in Kanada. Gestern gab Gail Shea, die kanadische Fischereiministerin die diesjährige Fangquote für die Robbenjagd an Kanadas Ostküste bekannt. 330.000 Sattelrobben dürfen in dieser Saison getötet werden – 50.000 Tiere mehr als im letzten Jahr. OceanCare protestiert gegen diese massive Erhöhung der Quote.
Der Robbennachwuchs ist dieses Jahr bereits wegen fehlender zusammenhängender Eisflächen dramatisch bedroht. Sattelrobben benötigen stabile Eisflächen für die Geburt und Aufzucht ihres Nachwuchses. Die Eiskonditionen in diesem Jahr sind schlechter als je zuvor und führen zu einer massiven Bedrohung des Nachwuchses.
Trotz intensiven Bemühungen der Kanadischen Regierung einen Markt für Robbenprodukte zu schaffen, ist die Nachfrage nach Robbenprodukten weiterhin sehr gering. Aufgrund fehlender Käufer für die Felle der Kegelrobben, fand die kommerzielle Jagd auf diese Art im Februar gar nicht statt.
2009 brachte die Robbenjagd lediglich einen Gewinn von etwas über einer Million Franken. Aufgrund des geringen Fellpreis von ca. 15 Franken pro Stück nahmen viele Jäger nicht an der Robbenjagd teil.
Die Europäische Union beschloss 2009 ein Handelsverbot für alle Robbenprodukte. Das Gesetz wird in ein paar Monaten in Kraft treten. In der Schweiz wurde am 10. März 2010 im Nationalrat eine Motion verabschiedet, welche die Anlehnung der Schweizer Gesetzgebung an die EU fordert.
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