Eisbären im Regen stehen gelassen

Der Antrag der Vereingten Staaten von Amerika, die Eisbären durch das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES schützen zu lassen, erhielt heute mit 48 Ja und 62 Nein Stimmen leider nicht die notwendige Unterstützung.Insbesondere Kanada und Dänemark, im Namen Grönlands hatten sich kategorisch gegen internationale Handelsbeschränkungen gewehrt.

Die EU versetzte den Eisbären den Todesstoss. Sie stimmte an der CITES Konferenz einheitlich ab und bildet mit 27 Ländern einen der wichtigsten Stimmenblocks. Auch das Kompromissangebot der USA wurde von der EU kategorisch abgelehnt.

Die Eisbären sind durch den Klimawandel akut gefährdet.  Der Bestand der Eisbären wird weltweit auf 20.000 bis 25.000 Tiere geschätzt. 2005 waren 25 Prozent der Bestände rückläufig, inzwischen sind es bereits über zwei Drittel der untersuchten Bestände.

Dennoch werden jährlich weit über 1.000 Eisbären getötet, grösstenteils legal in Kanada.Dort wurden in den letzten fünf Jahren über 3’300 Eisbären getötet. Auch Grönland erlaubt die Jagd.

In Norwegen und Russland ist sie verboten. In Russland werden viele Tiere gewildert.

OceanCare ist sehr enttäuscht über den negativen Entscheid der CITES Vertragsstaten.

Traurig aber wahr, die Eisbären wurden von den CITES Vertragstaaten buchstäblich im Regen stehen gelassen.

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