Während zwei Wochen verhandeln in Doha, Katar 1200 Delegierte aus 175 Ländern über das Schicksal von 23’000 gefährdeten Arten. Einige bezeichnen die CITES als Olympiade für den Schutz von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Meistens geht es den Mitgliedstaaten aber mehr ums grosse Geld als um den Schutz. Mit der Grösse der Delegation wird hemmungslos Macht demonstriert. Japan zum Beispiel ist an der CITES mit einer Delegation von gut 50 Personen vertreten, und hat keinen Aufwand gescheut, um den Schutz des Atlantischen Blauflossen-Thunfisches zu verhindern, obwohl die Population dieser Art seit 1970 um 80% eingebrochen und vom Aussterben bedroht ist. Mit Argumenten wie der Wirtschaftskrise und Verlust von Jobs in der Fischerei wurde auf die Tränendrüse gedrückt und kurzfristiger Profit vor langfristiges Überleben eines Topräubers gestellt. Wenn die Blauflossenthunfische weiter so gejagt werden wie bisher, werden nicht nur diese Tiere für immer verschwinden, sondern auch die Jobs.
Die Artenschutzkonferenz dauert noch bis Ende dieser Woche. Es stehen noch Anträge zum Schutz von acht Haiarten und diversen Korallenarten auf der Traktandenliste. Hoffentlich gelingt es wenigstens, für diese Arten den dringend notwendigen Schutz zu erhalten.
Sehen Sie dazu auch die hochinteressante Inside Story von Al Jazeera TV vom Sonntag, 21.3.2010.
Schlagworte: Schachern um gefährdete Arten