Plastic Planet – Jetzt im Kino

Plastik ist zum festen Bestandteil moderner Lebensstile geworden, aber 6,4  Millionen Tonnen davon landen jedes Jahr im Meer. Der Dokumentarfilm “Plastic Planet” vom österreichischen Regisseur Werner Boote  ist ab 25. März 2010 in Schweizer Kinos zu sehen.  Der Regisseur Werner Boote recherchierte zehn Jahre lang über die Folgen des Plastikzeitalters. In seinem investigativen Kinodokumentarfilm “Plastic Planet” zeigt er in wunderbaren Bildern, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist.

Weltweit werden pro Jahr bis zu 240 Millionen Tonnen Plastik produziert, davon landen 6,4 Millionen Tonnen in den Meeren. Bis zu 18.000 Plastikteile schwimmen inzwischen auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche. Allein in der Nordsee gefährden jedes Jahr 20.000 Tonnen Plastik unsere heimische
Tierwelt – mit erschreckenden Folgen: Seevögel verhungern mit den Mägen voller Plastik; Wale, Delfine und Schildkröten verletzen sich an Müll und alten Fischernetzen, viele dieser Tiere ertrinken qualvoll.

Der Dokumentarfilm “Plastic Planet”  zeigt dem Zuschauer eine Welt, die ohne Plastik nicht mehr existieren kann, aber gleichzeitig mit den Problemen und Risiken dieser Kunststoffe zu kämpfen hat. Was machen wir aus Plastik, und was macht das Plastik mit unserer Welt? Schadet Plastik unserer Gesundheit? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Wer verliert?

Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal mit Plastikfolien einzupacken. Plastik ist billig und praktisch. Wir sind Kinder
des Plastikzeitalters – vom Babyschnuller bis zur Plastikdose für das Müsli, von der Quietscheente bis zum Rechner, an dem dieser Text getippt wird! Kunststoffe können bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern und mit ihren unbekannten Zusatzstoffen unser Hormonsystem schädigen.

Der Regisseur Werner Boote, dessen Großvater ihm als Kind die Segnungen des Plastikzeitalters gepriesen hat, recherchierte über zehn Jahre lang die Folgen dieser Errungenschaft. In seinem investigativen Kinodokumentarfilm “Plastic Planet” zeigt er in wunderbaren Bildern, dass Plastik zu einer globalen Bedrohung geworden ist.

Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Warum reagiert die Industrie nicht auf die Gefahren? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Gedreht wurde an Originalschauplätzen in vielen Ländern Europas, Afrikas, Asiens und über dem Pazifik.

Der Richtung weisende Kinodokumentarfilm hat für viel Gesprächsstoff gesorgt. Beim Internationalen Filmfestival von Dubai erreichte der Film sogar eine weitreichende politische Entscheidung: die Vereinigten Arabischen Emirate erwägen ein Verbot für Plastiktüten ab 2012.

Auch in der Schweiz besteht Handlungsbedarf. Hierzulande hatten wird im Jahre 2007 einen Pro Kopf Verbrauch an Plastiksäcken von 118 Kilogramm. Man stelle sich die Menge an Plastik vor!

OceanCare empfiehlt deshalb immer eine Mehrwegtasche dabei zuhaben, damit es nicht notwendig ist, in den Supermärkten Plastiktaschen zu verwenden. Dies ist übrigens auch nicht nötig für den Gemüsestand. Dafür gibt es auf www.3bbags.com wiederverwendbare Textilsäckchen, die übrigens in den Supermärkten durchwegs grosse Akzeptanz finden. An der Kasse von Coop und Migros werde ich häufig gefragt, ob diese Säcke hier im Angebot seien.

Wenn wir grad bei Einkaufstaschen sind. Die Papier-Einwegtaschen, die an den Kassen der Supermärkte gekauft werden können sind beschichtet und gehören nicht ins Altpapier.

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