Parthenogenese, auch Jungfernzeugung genannt, ist vor allem bei Insekten (z.B. Blattläuse) und Eidechsen bekannt. Doch bei Haien? Doug Sweet und Kevin Feldheim konnten mit DNA Untersuchungen nachweisen, dass zwei junge Bambushaie, die 2002 im Bell Isle Aquarium in Detroit zur Welt kamen, tatsächlich durch Parthenogenese entstanden sind. Obwohl die Mutter als Jungtier ins Aquarium kam und dort nie Kontakt zu einem Männchen hatte, bestand eine geringe Chance, dass sie schon vor dem Fang befruchtet worden war und die Spermien eingelagert hatte.
Die DNA Analyse zeigte nun aber deutlich, dass die Jungtiere keine Klone der Mutter, jedoch ohne Vater entstanden sind.
Die Eier wurden somit nicht mit Spermien befruchtet, sondern fusionierten mit dem bei der Reifeteilung (Meiose) entstandenen Polkörper. Dies führt dazu, dass die DNA der Jungen nicht identisch aber sehr ähnlich der DNA der Mutter ist.
Lesen oder hören Sie mehr darüber auf Englisch: http://www.sciencenetlinks.com/sci_update.php?DocID=401
Schlagworte: Bambushaie, Doug Sweet, Haie, Kevin Feldheim, Parthenogenese bei Haien