2. Tag – 2. Jagd: Das ist bitter, aber es war zu befürchten. Heute sind erneut sechs Jagdboote der Delphinjäger von Taiji ausgelaufen, um Delphine zu finden. Diesmal sind sie fündig geworden und haben gejagt mit ihrer üblichen Methode.Auf Lärmstangen hämmern, die Meeressäuger so in Panik versetzen und vor sich hertreiben. Diesmal entkamen die Delphine leider nicht. Eine Schule von rund 20 Tieren ist jetzt in der Bucht von Taiji gefangen. Was morgen Freitag in der Früh mit ihnen geschehen wird, wissen nur die Jäger selbst. Werden die Geeigneten für Delphinarien ausgelesen? Was passiert mit den anderen? Werden diese Restlichen abgeschlachtet? Oder werden sie überhaupt allesamt abgeschlachtet? Morgen wissen wir es. Spannung und Bangen. Das Wetter ist hier wie auch in Wakayama, wo die Jagden stattfinden, zurzeit sehr trocken, heiss und fast windstill, also ideal für die Treibjagd – leider.
Gegen eben diese Delphin-Treibjagden hat Delphinschützer Ric O’Barry heute Morgen der amerikanischen Botschaft in Tokio eine Petition überbracht. 1.7 Millionen Menschen aus aller Welt unterschrieben sie. Damit fordern sie das Ende der brutalen Treibjagden in Japan; des zynischen Lebandhandels mit gefangenen Tieren für Delphinarien; des blutigen Abschlachtens; und der Verseuchung von arglosen Konsumenten mit hochgradig Quecksilber-verseuchtem Delphinfleisch, welches darüber hinaus auch noch oft falsch deklariert ist. Warum überreichte Ric O’Barry die Petition einem Vertreter des US-Botschafters? Damit die amerikanische Vertretung diese Unterschriften den geeigneten japanischen Behörden zur Kenntnis weiterreichen können.
Hans Peter Roth im Auftrag von OceanCare
Schlagworte: . Delphintreibjagd in Taiji, Hans Peter Roth, Ric O'Barry