Die Internationale Walfangkommission (IWC) , die vom 11. – 14. Juli 2011 in St. Hélier, Jersey stattfand , war geprägt von zahlreichen privaten Meetings der Regierungsdelegierten, zu denen die NGOs nicht zugelassen waren. Bei diesen privaten Meetings ging es vorwiegend um formelle Fragen zum Prozedere. Trotzdem konnten positive Entwicklungen verzeichnet werden besonders in Sachen Transparenz . Dies berichtet Sigrid Lüber, Vertreterin von OceanCare, der einzigen Schweizer Nichtregierungsorganisation mit Beobachterstatus an der IWC. Weiter
Archive für die ‘Internationale Walfangkommission (IWC)’ Kategorie
Resultate der Internationalen Walfangkonferenz 2011
14. Juli 2011Streit um Walschutzgebiet
14. Juli 2011Brasilien und Argentinien beantragten heute Vormittag erneut ein Schutzgebiet für Wale im Südatlantik. Dieser Antrag wurde seit 1999 jedes Jahr gestellt und erhielt jedes Jahr einige Stimmen mehr, erreichte aber nicht die notwendige Dreiviertelmehrheit, die dafür notwendig ist. Die Südamerikanischen Staaten drängten auf eine Abstimmung weil kein Konsens erreicht werden konnte. Darauf verliessen die Delegierten der Walfangländer unter Protest den Konferenzraum. ” Seit mehr als vier Stunden wird in einer für NGO’s geschlossenen Sitzung der Regierungsdelegierten über das Quorum beraten” berichtet Sigrid Lüber, OceanCare Vertreterin vor Ort.
IWC Kompromissvorschlag definitiv vom Tisch
14. Juli 2011Die letzten Jahre waren beherrscht von einer Diskussion um einen Kompromissvorschlag, der das Ende des Walfangmoratoriums bedeutet hätte und einen begrenzten kommerziellen Walfang wieder erlaubt hätte. 2010 wurden die Verhandlungen um den Kompromissvorschlag ausgesetzt, weil man meilenweit von einer Einigung entfernt war. (weiterlesen …)
Zähe Verhandlungen über IWC Reform
13. Juli 2011Fünf Stunden Debatte über eine Reform zur Förderung der Transparenz in der IWC reichten nicht, um zu einer Einigung zu kommen. Gemäss der Reform sollen Mitgliederbeiträge neu per Banküberweisung bezahlt werden und nicht mehr bar oder per Check, die jetzige Praxis die dem Stimmenkauf Tür und Tor öffnet. Eine vermehrte Beteiligung von NGOs wurde schon gestern abgelehnt. Damit wird was in anderen internationalen Gremien völlig normal ist, in der IWC auch weiterhin nicht möglich sein. (weiterlesen …)
Internationale Walfangkonferenz 2011: Was ist bloss mit den Dänen los?
12. Juli 2011An der Internationalen Walfangkonferenz IWC präsentiert sich Dänemark als eines der problematischsten Länder. „Die Delegierten Dänemarks setzen alles daran, Transparenz zu verhindern und Nichtregierungs-Organisationen aus den Verhandlungen auszuschliessen“, sagt Sigrid Lüber, die für OceanCare an der Konferenz teilnimmt. Für heute hat Dänemark ein Treffen mit ausgewählten Ländern organisiert, um die Ausweitung der Buckelwaljagd vorzubereiten. Dies, obwohl der nordeuropäische Staat sich als Mitglied der EU dazu verpflichtet hat, Wale und Delphine zu schützen. (weiterlesen …)