Ende August ist die Japanische Walfangflotte von ihrer dreimonatigen Walfangreise aus dem Nordwestpazifik zurückgekehrt. Ihre Ausbeute beträgt 211 Tiere: 100 Sei-, 59 Zwerg-, 50 Bryde- und zwei Pottwale. Japan plant, entgegen dem Moratorium für den kommerziellen Walfang, jährlich ungefähr 1000 Wale einzubringen. Dabei nutzen sie eine Lücke in den Bestimmungen der Internationalen Konvention zur Regulierung des Walfangs (ICRW). Sie betreiben den Walfang zu „wissenschaftlichen Zwecken“, was von der Internationalen Walfangkommission (IWC) nicht sanktioniert werden kann. Doch die Jagd nach geschützten Tieren widerspricht noch anderen Internationale Abkommen. Das Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) würde die Möglichkeit bieten, gegen Japans „Wissenschaftlichen Walfang“ vorzugehen. (weiterlesen…)
Schlagwort ‘Internationale Walfangkommission (IWC)’
Japans Walfang ist illegal!
28. September 200827./28. Juni 2008: Der letzte Tag und die Zeit des Abschieds
29. Juni 2008Schon ist das Abenteuer vorbei. Die 60. Internationale Walfang- konferenz in Santiago de Chile ist abgeschlossen. Für mich geht damit eine unwahrscheinlich intensive, spannende und schöne, aber auch anstrengende Zeit zu Ende. Nachdem die Sitzung des letzten Tages bereits am Mittag fertig war, habe ich noch am selben Tag voller Vorfreude, aber auch mit Wehmut, meine Heimreise in Angriff genommen. Mein Koffer ist prall gefüllt mit neuen Erfahrungen und Bekanntschaften mit bemerkenswerten Personen. Einen zusammen- fassenden Bericht der diesjährigen Konferenz ist in Kürze auf der Homepage von OceanCare zu finden. (weiterlesen…)
26. Juni 2008: Der vierte Tag und ein Grund zum Feiern
27. Juni 2008Heute war für die NGO’s und sämtliche Walschützer ein Tag zum feiern. Der Antrag Dänemarks zur Erhöhung der Fangquote von Grönland wurde von einer grossen Mehrheit der Mitgliedstaaten des IWC abgelehnt. Das deutliche Resultat der Abstimmung macht Mut für die Zukunft. Da der ganze Tag von den teilweise heftigen Diskussionen und deftigen Voten überschattet wurde, möchte ich an dieser Stelle genauer auf die gesamten Vorgänge eingehen. Auch die Position der Schweiz muss ausführlich betrachtet werden, da sie für den Antrag gestimmt hat. (weiterlesen…)
25. Juni 2008: Der dritte Tag und Japans Aufschub des Antrags für „Small Type Costal Whaling“
26. Juni 2008Der erste Agendapunkt des heuten Tages war im Vorfeld der diesjährigen Konferenz einer der meistdiskutierten und führte auf Seiten der Walschützer zu grosser Besorgnis: Der Antrag Japans um eine Ergänzung des Anhangs der Konvention und damit der Gründung einer neuen Kategorie des Walfangs, dem „Small Type Costal Whaling“. Dies hätte für den Schutz der Wale weitläufige negative Konsequenzen. Denn wie bereits im Blog vom ersten Tag der Konferenz erwähnt, würde die Einführung des Küstenwalfangs einer Untergrabung des Walfangmoratoriums gleichkommen und andere Länder, die Walfang betreiben möchten dazu ermutigen, dasselbe Recht wie Japan einzufordern. Zudem handelt es sich dabei um eine klar kommerzielle Art des Walfangs, der auch den Handel des Fleisches – gar über die Grenzen hinaus – erlauben würde. (weiterlesen…)
24. Juni 2008: Der zweite Tag und die Entscheidung um die Buckelwale in Grönland?
25. Juni 2008Mit grossen Erwartungen und voller Spannung bin ich den zweiten Tag der Konferenz gestartet. Denn heute war vorgesehen, Punkt fünf der Agenda zu behandeln. Das heisst, die Mitgliedstaaten sollten über den Antrag entscheiden, den Dänemark – im Namen von Grönland – eingereicht hat, wonach zu der bestehenden Fangquote zusätzlich zehn Buckelwale pro Jahr hinzugefügt werden sollen. Dieser Antrag wurde bereits gestern eingereicht und heute in revidierter Form noch einmal vorgelegt. Das muss bedeuten, dass mit der ersten Version insofern etwas nicht in Ordnung war, dass er von den übrigen Mitgliedstaaten nicht angenommen worden wäre. Doch auf den ersten Blick ist kaum ein Unterschied zu erkennen. (weiterlesen…)