Der erste Agendapunkt des heuten Tages war im Vorfeld der diesjährigen Konferenz einer der meistdiskutierten und führte auf Seiten der Walschützer zu grosser Besorgnis: Der Antrag Japans um eine Ergänzung des Anhangs der Konvention und damit der Gründung einer neuen Kategorie des Walfangs, dem „Small Type Costal Whaling“. Dies hätte für den Schutz der Wale weitläufige negative Konsequenzen. Denn wie bereits im Blog vom ersten Tag der Konferenz erwähnt, würde die Einführung des Küstenwalfangs einer Untergrabung des Walfangmoratoriums gleichkommen und andere Länder, die Walfang betreiben möchten dazu ermutigen, dasselbe Recht wie Japan einzufordern. Zudem handelt es sich dabei um eine klar kommerzielle Art des Walfangs, der auch den Handel des Fleisches – gar über die Grenzen hinaus – erlauben würde. (weiterlesen …)
Schlagwort ‘Internationale Walfangkommission (IWC)’
25. Juni 2008: Der dritte Tag und Japans Aufschub des Antrags für „Small Type Costal Whaling“
26. Juni 200824. Juni 2008: Der zweite Tag und die Entscheidung um die Buckelwale in Grönland?
25. Juni 2008Mit grossen Erwartungen und voller Spannung bin ich den zweiten Tag der Konferenz gestartet. Denn heute war vorgesehen, Punkt fünf der Agenda zu behandeln. Das heisst, die Mitgliedstaaten sollten über den Antrag entscheiden, den Dänemark – im Namen von Grönland – eingereicht hat, wonach zu der bestehenden Fangquote zusätzlich zehn Buckelwale pro Jahr hinzugefügt werden sollen. Dieser Antrag wurde bereits gestern eingereicht und heute in revidierter Form noch einmal vorgelegt. Das muss bedeuten, dass mit der ersten Version insofern etwas nicht in Ordnung war, dass er von den übrigen Mitgliedstaaten nicht angenommen worden wäre. Doch auf den ersten Blick ist kaum ein Unterschied zu erkennen. (weiterlesen …)
21./22./23. Juni 2008: Letzte Vorbereitungen und der erste Tag der Plenar-Sitzung des IWC
24. Juni 2008Heute, am Montag dem 23. Juni, wurde die 60. Internationale Walfangkonferenz mit einer Rede des chilenischen Aussenministers sowie der Umweltministerin offiziell eröffnet. Gestern noch wurden auf Seiten der NGO’s sowie der Regierungsvertreter in separaten Meetings die letzten Vorbereitungen getroffen. Während von diversen NGO-Vertretern die Befürchtung geäussert wurde, dass an der diesjährigen Konferenz wohl keine grossen Schritte in Richtung einer Stärkung des Wahlschutzes zu erwarten seien, beschlossen die Comissioners der Mitgliedstaaten, dass ausnahmsweise keine Resolutionen eingereicht werden sollen. (weiterlesen …)
19./20. Juni 2008: Reise nach und Ankunft in Santiago de Chile
21. Juni 2008Am 19. Juni machte ich mich auf den Weg, um als Delegierter von OceanCare die Interessen der Wale an der 60. Internationalen Walfangkonferenz in Santiago de Chile zu vertreten. Die Reise mit einer Dauer von ungefähr neunzehn Stunden stellte sich für einen ungeübten Geschäftsreisenden wie mich, als ziemlich anstrengend heraus. Der Empfang in Santiago war dann dafür umso herzlicher und die ersten Eindrücke der Konferenz so spannend, dass ich meine Müdigkeit schnell wieder vergessen hatte. Jetzt, am Abend des 20. Juni, da ich mein Zimmer beziehen, duschen und die technischen Probleme lösen konnte, kann auch für mich die Walfangkonferenz so richtig beginnen und ich freue mich darauf, für den Schutz der Wale eintreten zu können. (weiterlesen …)
Der Einfluss von Umweltgiften auf die Gesundheit von Meeressäugern und Menschen
17. Juni 2008OceanCare hat in Zusammenarbeit mit BlueVoice.org ein „White Paper“ mit dem Titel „A Shared Fate“ erstellt, mit dem Bestreben, dieses an der 60. Internationalen Walfangkonferenz in Santiago de Chile einzubringen. Das Hauptziel dieses Berichtes ist die Vermittlung der Erkenntnis, dass Personen, die regelmässig Fleisch von Meeressäugern konsumieren, sich vergiften. Mit der Verbreitung dieser Information soll das Töten von Delphinen und Walen mittel- bis langfristig gestoppt werden. Wenn kein Delphin- und Walfleisch mehr gegessen wird, ist es auch nicht mehr nötig, diese schützenswerten Tiere zu töten. (weiterlesen …)